3. Oktober 2012

Feigenzeit im Krisenherd

Oh wie schön heute haben wir alle frei!

Da komme ich endlich mal dazu euch den tollen Feigensenf zu zeigen, den ich vor ein paar Tagen gekocht habe.

Denn ich hatte immer folgendes Dilemma: Der Feigensenf im Supermarkt schmeckt zwar ganz gut, aber wirft man mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe macht die eigentliche Feige nur einem recht geringen Anteil aus. Und dann kommt noch hinzu, dass man für ein Gläschen schon mal ein paar Euronen hinblättern muss. Also ein teurer Spaß!

Da kam es mir gerade recht, dass die Feigensaison wieder begonnen hat. Und es lag nahe mich endlich mal selber an so etwas zu versuchen.

Viele meiner Freunde wissen es bereits: Eigentlich bin ich ein absoluter Senf-Hasser. Ich mag es einfach nicht, kein Wenn und Aber. Und umstimmen kann man mich in dieser Hinsicht schon gar nicht. Aber bei Feigensenf mache ich eine Ausnahme, der schmeckt mir komischerweise sehr gut.

Und so kam es dann, dass ich mit einem Eimer voller Feigen in der Küche verschwunden bin und anschließend mit ein paar Gläschen voller wunderbarem Feigensenf wieder herausspaziert kam. Aber seht selbst: 




Rezept für 4 bis 5 Gläschen Feigensenf

Zutaten
20 Feigen
100 ml Wasser
8 EL Honig
70 g gelbe Senfkörner
3 TL Rohrzucker
100 ml Weissweinessig

Zubereitung
1. Die Feigen halbieren und das Fruchtfleisch aushöhlen. Gleich in einen Topf geben.

2. Das Wasser und die Hälfte des Honigs dazugeben und aufkochen lassen. Solange offen kochen lassen bis die Flüssigkeit etwas einreduziert ist. Dann ein bisschen abkühlen lassen.

3. Nun die Senfkörner und den Rohrzucker im Mixer fein mahlen.

4. Zum Schluss die Senf-Rohrzucker-Mischung und den Weissweinessig mit dem Fruchtfleisch verrühren. Damit es ganz sämig wird, habe ich alle nochmal kurz püriert. Dann in sterile Gläser abfüllen.

Noch ein paar Tipps:
Ich habe im Internet gelesen, dass man Gläser am besten sterilisiert, indem man sie für ein paar Minuten in den heißen Ofen stellt. Der Ofen ist auf jeden Fall heißer als 100° Grad heißes Wasser und so krepieren wirklich alle Bakterien.

Und noch ein Tipp: Der Senf darf gut und gerne ein paar Wochen "reifen", "ruhen" nennt es wie ihr wollte. Je länger ihr wartet desto milder wird er. Als ich direkt nach der Zubereitung probiert habe, war es mir dann doch etwas zu scharf.

So und nun ran an die Töpfe die Feigenzeit dauert nicht ewig an.

PS. Der Senf passt ganz toll zu Käse, in Salatdressings und auch HIERZU >>>

PS PS. Die Gläser sind von www.glaeserundflaschen.de und die Etiketten von www.sweet-laura.de.



1 Kommentar:

  1. Fantastisch! Bin eigentlich auch kein Senffan, habe aber mal auf einem Pfingstfest Feigensenf probieren dürfen, und es hat mich umgehauen. Ich war dann auch voller Vorfreude, als ich im Strauss Feigensenf entdeckt hatte. Bah! Da ist so viel Essig und Rotwein drin, dass es nach nix anderem schmeckt. Keine süße Feige als Geschmackserlebnis weit und breit. Aber wie so oft stellt sich heraus: selber machen ist also gar nicht mal so schwer. :)

    AntwortenLöschen

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
Ich schalte ihn schnellstmöglich frei.