7. Juni 2013

Geschenke aus der Küche: Rhabarber-Ketchup

Hallo ihr Lieben,

der regelmäßige Leser weiß, dass ich gerne Küchengeschenke zubereite. 

Neben der Mühe, die ich mir z.B. bei Küchentausch-Aktionen, wie "Post aus meiner Küche" oder der Zubereitung eines Geschenkkorbes für ein Familienmitglied zu Weihnachten gebe, brauche ich sonst normalerweise keinen besonderen Anlass, um stundenlang in der Küche zu verschwinden und mit einer tollen selbst gemachten Kleinigkeit wieder herauszukommen.

Der einzige Unterschied zwischen diesen "vorsätzlichen" Handlungen und den spontanen Aktionen ist lediglich der, dass ich mir vielleicht etwas mehr Mühe mit der Deko und der Verpackung gebe, wenn ich vorhabe, das Endprodukt zu verschenken. Da werden mitunter sogar Labels gestaltet und gedruckt. Aber ich denke, das geht da jedem ähnlich, wenn es "nur" für einen selber ist, wird an der Deko etwas gespart.

Aus diesem Grund hat das Küchengeschenk, welches ich euch heute vorstellen möchte, auch nur ein handschriftlich beschriebenes Papierlabel. Ich hoffe, ihr seht es mir nach ;)

Um genau zu sein, möchte ich euch heute das Rezept für einen wunderbaren Rhabarber-Ketchup vorstellen.


Das Rezept geisterte letztes Jahr schon durch die Blogger-Szene. Da die Saison dann aber schon zu Ende war, kam ich folglich nicht zum Nachkochen.

Aber aufgeschoben ist ja nicht gleichzusetzen mit aufgehoben. Und so kam es, dass ich (die sonst allerhöchsten Mal Curry-Ketchup, wenn überhaupt isst) selber Ketchup kochte.

Am Anfang war ich etwas skeptisch. Denn nach dem eigentlichen Kochprozess vernahm meine Nase nur eine säuerliche Essignote.

Aber als der Ketchup dann fertig abgekühlt war und ich final probieren konnte, war ich froh mich an den Ketchup ran gewagt zu haben. Den er schmeckt echt lecker. Sehr fruchtig und würzig. Und den Rhabarber schmeckt man eigentlich nicht raus.

Also nur Mut!

Das Original-Rezept stammt von Christina, vom Blog Feines Gemüse.

Rhabarber-Ketchup
(Quelle: http://feines-gemuese.blogspot.de/2012/05/rhabarber-tomaten-ketchup.html)

Zutaten
750 g Rhabarber, geschält und in grobe Stücken geschnitten
250 g passierte Tomaten
150 g Schalotten, grob gehackt (Original: Zwiebeln)
200 ml Rotweinessig
1 Messerspitze gemahlene Nelken (Original: 3 Nelken)
2 Lorbeerblätter
1 TL Senfkörner
270 g Zucker (Original: 250 g Zucker)
Salz
frischer Pfeffer

evtl. 1 TL Speisestärke (Original: Guarkernmehl)

Zubereitung
1. Rhabarber, passierte Tomaten, Schalotten und Essig in einen Topf geben und 5 Minuten aufkochen lassen.
2. Anschließend Zucker, Salz und Pfeffer hinzugeben und unterrühren.
3. Nun die restlichen Gewürze (Nelke, Lorbeerblatt, Senfkorn) in einen Einweg-Teebeutel geben, verschließen und mit in den Topf geben.
4. Das Ganze nun innerhalb von 45 Minuten auf mittlerer bis niedriger Stufe einkochen.
5. Anschließend den Teebeutel entfernen und fein pürieren.
6. Bei mir war der Ketchup anfangs etwas zu flüssig. Ich habe dann etwas davon in ein Glas abgefüllt und mit 1 TL Speisestärke vermengt. Das Gemisch hab ich dann zum Ketchup zurückgegeben und untergerührt. Danach war die Konsistenz für mich perfekt.

Generell finde ich den Ketchup wirklich toll. Allerdings war ich über die Menge an Zucker etwas irritiert. Den Anteil habe ich sogar noch eigenständig erhöht, weil ich es anfangs zu sauer fand.


Nächstes Mal würde ich glaube ich 50 ml weniger Rotweinessig nehmen und gucken, ob ich einen Teil des Zuckers anderweitig ersetzen kann.

Habt ihr eine Idee, womit ich den Zucker ersetzen könnte?



Kommentare:

  1. Hört sich auf dem ersten Blick sehr "ungewöhnlich" an - aber was du uns so gezaubert hast, hat bis jetzt immer geschmeckt - warum auch nicht Rhababer-Ketchup :-))

    Kochen, backen ist ja nicht so meine Stäkre wie du weißt ;-) aber versuch doch mal mit Stevia oder Honig?

    glg

    melly

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  2. Danke für den lieben Kommentar. Ich weiß nicht so genau, ob man damit die gleiche Konsistenz hinbekommt.
    Aber wenn ich das ausprobieren will, sollte ich mich ranhalten.
    Lange gibt es Rhabarber nicht mehr.

    LG Sarah

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  3. Das hört sich echt lecker an und sieht auch super aus. Ich glaube, dass probiere ich auch mal aus :)

    lg Laura

    everybody is unique

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