30. Oktober 2013

Greetings from Greece - Griechenlandwoche Tag 3 - Hotspots für Foodies auf Kreta

Hallo ihr Lieben,

willkommen zu Tag 3 meiner Griechenlandwoche.

Da ich hier ja einen Food Blog betreibe dürfen ein paar Hotspots für Foodies auf Kreta ja wohl nicht fehlen.

Einer meiner Pläne für den Urlaub war es, das ein oder andere Glas griechischen Weins zu trinken. Da kam es gerade recht, dass wir im Oktober auf Kreta gewesen sind, denn genau dann findet dort die Weinernte statt. Wie schon bereits im ersten Post erwähnt, befand sich unser Hotel in Chersonissos. Chersonissos gehört auf Kreta zu der Region Iraklio, welche auch als Weinregion Kretas bekannt ist.

Nachdem wir mit dem Mietwagen in der Skotiono Höhle und im Palast von Knossos gewesen sind (mehr dazu lest ihr hier), wurde ich am Straßenrand durch ein Schild auf ein "nicht weit entferntes" Weingut aufmerksam. Mit den Angaben zu den Entfernungen haben es die Griechen wohl nicht so... Nachdem wir mehreren Schildern mit den Aufschriften "nur noch 4 km", "nur noch 500 m" etc. gefolgt waren, durch ein minikleines verborgenes Dörfchen getuckert sind und anschließend auf einen Weinberg fuhren, kamen wir endlich auf dem Weingut an...

Um genau zu sein, kamen wir auf dem Weingut der Familie Stilianou an. Da wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Besucher waren, hat sich der Besitzer Ioannas (oder kurz "Janni") ganz alleine um uns gekümmert. Das Weingut ist schon seit sehr vielen Jahren in Familienhand und somit mit jeder Menge Tradition verbunden. Wir wurden durch die verschiedenen Produktionsräume geführt. Angefangen von einem Raum mit großen Metalltanks über den Abfüll- und Verpackungsraum bis hin zum Weinkeller, mit den großen Eichenfässern. Angebaut werden verschiedene kretische Rebensorten, wie z.B. Kotsifali, Mandilari, Vilana, Vidiano, Thrapsathiri etc. Die Ernte ist auf dem Weingut für dieses Jahr bereits abgeschlossen. Und alle gepressten Trauben befinden sich bereits in den Tanks. Nach der kleinen Führung ging es an die Verkostung. Neben dem Wein wird auch selber Olivenöl hergestellt und Raki. Zuerst durften wir ein paar Brotstangen in das wirklich leckere Olivenöl stippen, dann ging es an die Verköstigung des Weins. Probiert haben wir einen Theon Dora Rotwein, trocken aus dem Jahre 2006. Dieser hat uns beiden sehr gemundet. Außerdem stellt das Weingut aus den Stängeln, die bei der Weinernte übrig bleiben in kleinster Auflage selber Raki her. Komisch, ich dachte ich mag Raki nicht, bis ich den hier probiert habe. Alles in allem war es für uns ein sehr schöner Besuch auf dem Weingut, den wir sehr genossen haben. Über das Kontaktformular auf der Homepage kann man übrigens auch den Wein etc. bestellen. Der Weißwein war leider noch nicht fertig. Aber ich durfte ein Schlückchen direkt aus dem Tank probieren und war hin und weg. Ab Dezember ist der Weißwein denn auch soweit und ich weiß, was ich mir selber zu Weihnachten bestellen werde ;)



Die Ausbeute vom Weingut
Vor zwei Tagen habe ich euch ebenfalls berichtet, dass wir die schöne Hafenstadt Chania  (klick) besucht haben. Da Bummeln hungrig macht, haben wir dieses Mal den Reiseführer zur Rate gezogen. Im Stadtteil Splanzia, welches ein bisschen abseits des Touritrubels ist, befindet sich das Restaurant Kouzina E.P.E.. Das Restaurant weist ein gewisses Kantinenflair auf. Und würde hier bestimmt unter die Kategorie Hipster Location fallen. Man bestellt direkt am Tresen und wählt aus den vorgekochten Gerichten aus. Diese werden dann noch einmal für einen erhitzt. Während das Essen fertiggemacht wird, wird man am Tisch bereits mit Oliven, Brot und stillem Wasser versorgt. Das nenne ich mal Gastfreundlichkeit. Wir haben uns beide für würziges Schweinefleisch mit Kartoffeln entschieden. Dazu gab es noch gefüllte Aubergine und einen leckeren Eintopf mit weißen Bohnen. Jaja, die Touris haben dann doch etwas viel bestellt. Und nachdem wir schon aus allen Nähten geplatzt sind, gab es zur Krönung noch ein megaleckeres Dessert aufs Haus! Sollte ich irgendwann einmal wieder auf Kreta in Chania sein, werde ich der Kouzina auf jeden Fall noch einen Besuch abstatten.



So und einen tollen Tipp habe ich noch für euch. Es geht um ein Restaurant, welches uns selber empfohlen worden ist. In Chersonissos ist es wirklich schwierig etwas Ordentliches zu essen aufzutreiben, was nicht gleich sofort nach Touristenfalle schreit. Etwas weiter oben in den Bergen oberhalb von Chersinossos liegen drei etwas authentischere Orte: Piskopiano, Koutouloufari und Old Chersonissos. Im Sommer findet jeden Montagabend ein griechischer Abend auf dem Platz im Ort Old Chersonissos statt. Also haben wir uns an unserem letzten Montag mit dem Taxi auf in den Ort ins Restaurant Margo gemacht. Da wir einen Tag zuvor dort schon einmal auf einen Kaffee vorbeigeschaut hatten, um uns ein erstes Bild zu machen, wurden wir am darauf folgenden Abend gleich mit Handschlag begrüßt. Sehr sympathisch. Wir entschieden uns für eine Variation an Vorspeisen: Mezze. Auf Empfehlung des Inhabers wählten wir außerdem eine Portion des Tagesgerichts: im Ofen geschmorte Ziege. Tja was soll ich sagen, ich habe selten so gut griechisch gegessen wie hier. Jeder einzelne Gang von insgesamt neun Gängen war einfach toll. Zum Schluss hat der Wirt sogar noch einen Raki mit uns zum Abschied getrunken. 

Ja, das sind meine drei Hotspots für Foodies auf Kreta. Ich hoffe, euch hat mein kleiner Insiderbericht gefallen und vielleicht schaut der ein oder andere ja mal bei einer der Locations vorbei.

Morgen gibt es wieder ein Rezept, und zwar ein Rezept für leckeres Stifafo.




1 Kommentar:

  1. wiederum ein toller Bericht! Die Tipps werde ich mir merken, denn evtl. bleibt es bei uns nicht bei den zwei Kreta Urlauben - vielleicht fahren wir nochmals hin und dann werde ich deine Tipps ausprobieren.

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