8. Februar 2014

Nach über 10 Jahren wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Oder auch Sarahs Reisebericht über ihren Skiurlaub im Kaiserwinkl (Tirol, Österreich)

Hallo ihr Lieben,

nach einer gefühlten Ewigkeit melde ich mich zurück aus der Abstinenz, und zwar heute mit einem kleinen Reisebericht.

Ende Januar waren der Liebste und ich eine Woche im Skiurlaub in Österreich. Um genau zu sein im kleinen Dorf Walchsee in der Region Kaiserwinkl (Tirol).

Blick aus dem Sessel-Lift auf dem Weg zum Gipfel des "Action Hill" in Kössen

Für mich war es das erste Mal Ski fahren seit über 10 Jahren. Umso aufgeregter war ich, ob das alles noch so gut klappt, wie damals. Aber bis auf das ich doch um Einiges vorsichtiger geworden bin und teilweise recht langsam gefahren bin, hat das alles super geklappt. Bin sicher die Berge runtergekommen und es hat großen Spaß gemacht. So Großen, das wir nächstes Jahr wieder in den Skiurlaub wollen. 
Ist halt wie Fahrrad fahren. Das verlernt man auch nicht so schnell ;)

Hier kommt nun ein kleiner Reisebericht zu unserem Aufenthalt mit meinen Tipps:

Region
Wie schon bereits anfangs erwähnt, waren wir zu Gast in der Region Kaiserwinkl. Diese befindet sich in Tirol, Österreich und umfasst die Orte Walchsee (hier haben wir gewohnt), Kössen, Schwendt und Rettenschöss. Die Region befindet sich etwa 100 km von München entfernt und hat sowohl für Wintersport Fans, als auch für Sommerurlauber eine Menge zu bieten. Es ist alles sehr idyllisch, ruhig und sehr sauber. In Walchsee gibt es einen großen See, den Walchsee, der im Winter eine schöne Kulisse bot. Im Sommer kann man auch im See schwimmen. Aufgrund der Tatsache, dass die Region früher eine Moorlandschaft war, hat der See angeblich eine heilende Wirkung. Alles in allem hat es mir sehr gut dort gefallen und ich würde die Region auf jeden Fall weiterempfehlen.
Worüber man sich hier aber im Klaren sein sollte, ist, dass alles sehr weitläufig ist. Konkret bedeutet das, wer ohne Auto anreist (wie wir), ist auf den Skibus und seine Beine angewiesen. Selten habe ich soviele Fußwege innerhalb einer Woche absolviert…


Blick aus dem Apartment am Morgen

Schöne Landschaft
Anreise
Glücklicherweise haben wir einen Sparpreis bei der Deutschen Bahn bekommen und konnten so gemütlich mit dem Zug anreisen. Das erspart einem eine Menge Geld und Stress. Von Hamburg bis München nahmen wir den ICE und von dort einen Regionalzug bis Kufstein. Netterweise hat uns unsere Vermieterin vom Bahnhof abgeholt. Falls wir noch einmal in die Region Kaiserwinkl fahren, würden wir allerdings das Auto nehmen. Es ist zwar etwas teurer, als mit der Bahn zu fahren. Aber wie eben schon erwähnt, war alles sehr sehr weitläufig und ein Auto ist da einfach praktischer, wenn es zum Beispiel um den Einkauf etc. geht. Wir haben uns hauptsächlich zu Fuß oder mit dem Skibus (der einmal die Stunde fuhr) fortbewegt. Ein weiterer Punkt, der für die Anreise mit dem Auto spricht, ist die Tatsache, dass der Skibus nur zwei von sieben möglichen nutzbaren Skigebieten anfährt.

Unterkunft
Um etwas Geld zu sparen, haben wir uns für ein Apartment mit Küche zu Selbstverpflegung entschieden. Gewohnt haben wir in der PensionAuerhof, die auf einem Berg in Walchsee liegt und von Martina Fuchs und ihrem Mann betrieben wird. Wir hatten ein hübsches kleines Apartment, das mit allem ausgestattet war, was man so brauchte. Sogar WLAN. Allerdings hatten wir in unserem Apartment nicht so einen guten Empfang. Direkt gegenüber von der Pension war das Skigebiet „Zahmer Kaiser“ und fast vor der Tür startet eine Langlaufloipe. Da aber zu wenig Schnee im Tal lag, fand während unserer Woche dort kein Langlauf statt. Zum Lift waren es auf jeden Fall 20 Minuten zu Fuß. Zur Skibushaltestelle auch. Jedenfalls im gemütlichen Tempo. Wer sich gerne im Skiurlaub selbst versorgen möchte für kleines Geld, ist in dieser schönen Pension genau richtig aufgehoben.


Pension Auerhof

Eingang zu unserem Aparment
Skigebiet
Am Anfang des Urlaubes hatten wir uns für den Skipass „HolidayCard Alpen Plus“ entschieden. Dieser gilt für sieben Skigebiete: Zahmer Kaiser (Walchsee), Kössen, Hocheck/Oberaudorf, Brauneck-Wegscheid, Wallberg am Tegernsee, Spitzingsee-Tegernsee und Sudelfeld. Und ist im Übrigen sehr günstig: 134 € für 6 Tage! Unser Skibus fuhr nur die Gebiete in der unmittelbaren Region an: Zahmer Kaiser und Kössen. Das Gebiet Zahmer Kaiser ist etwa 1000 m hoch und umfasst knapp 12 km. Also recht klein. Aufgrund von frühlingshaften Temperaturen konnte man nicht so gut dort fahren, weil der Schnee zu schnell matschig wurde.
Deswegen sind wir ab dem zweiten Tag in Kössen auf dem „ActionHill“ gefahren. Dieser ist 1800 m hoch (jedenfalls, der zu befahrene Teil) und umfasst 30 km. Beides also recht kleine Gebiete. Die sich super für einen Wiedereinstieg eigneten. Da keine Ferien waren, war es meistens nicht so voll. Trotzdem trafen wir viele Schulklassen aus Rosenheim und Umgebung an.


Robocop Sarah auf dem Weg zum Gipfel

Schönstes Wetter auf dem "Action Hill"

Unter den Wolken war es bewölkt, auf dem Gipfel super!

Lange Auffahrt mit dem Sessel-Lift


Ort Walchsee
Der Ort Walchsee teilt sich scheinbar in das Gebiet am eigentlichen Walchsee und den Ortsteil Durchholzen, in dem auch unsere Pension war. Es gibt eigentlich alles, was man für einen gemütlichen und ruhigen Skiurlaub braucht: zwei Supermärkte, Restaurants und Cafés, ein Schwimmbad, Souvenirläden und sogar eine Sennerei, in der man echten Tiroler Käse kaufen kann. Haben wir natürlich gemacht. An einem Abend sind wir im WittlingerTherapiezentrum gewesen. Hier gibt es ein sehr kleines Schwimmbad und einen Wellness Bereich mit Dampfbad, Sauna und Co. Klein, aber fein und sehr entspannend nach einem actionreichen Tag.

Restaurants
Gefrühstückt haben wir jeden Tag im Apartment und gekocht haben wir auch ein paar Mal. An den anderen Abenden sind wir schön essen gegangen. Hier kommen meine drei Top Tips:
Alpenhof: Sehr gutes Restaurant mit gehobener Küche, Preise angemessen und nicht zu teuer. Würde ich als bestes Restaurant in Walchsee betrachten.

Wildauerhof: Restaurant im Hotel Wildauerhof. Dort waren wir zweimal, weil es nur fünf Minuten von der Pension entfernt war. Essen war lecker, Preise recht hoch.
Im Alpenhof hat es uns besser gefallen, aber der Fußweg war zu lang.

Fischerwirt: Liegt in der Nähe des Walchsees. Leckeres Essen. Preise angemessen. Portionen viel zu groß. Zitat der Wirtin: „Hier ist noch niemand hungrig gegangen.“ Das glaube ich gerne.

Mitbringsel
Für Zuhause haben wir uns Tiroler Käse aus der Dorfsennerei, Marillenmarmelade ohne Zusätze und Marillenschnaps mitgebracht.

Ich hoffe, mein Reisebericht hat euch gut gefallen und er enthält ein paar nützliche Tipps für euch.

Das bin ich!
Im nächsten Beitrag zeig ich euch ein Rezept für leckeres Gericht, welches wir in Tirol mehrmals gegessen haben.
 



1 Kommentar:

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